Flüssigdichtfolie

Mit der sogenannten Flüssigdichtfolie ist eine hochelastische, flüssig aufzutragende Verbundabdichtung gemeint, die im professionellen Innenausbau eine zentrale Rolle beim umfassenden Feuchtigkeitsschutz spielt und vorzugsweise im Badezimmer vor dem Verfliesen großflächig mit einer Rolle oder Bürste direkt auf die Trockenbauwände und den Estrich aufgetragen wird. Nach dem Trocknen bildet sie dann eine vollkommen nahtlose, gummiartige und absolut wasserdichte Membran – eine Schutzschicht, die im direkten Spritzwasserbereich von Duschen und Badewannen baurechtlich vorgeschrieben ist.

Die Flüssigdichtfolie verhindert zuverlässig, dass Sickerwasser durch Fliesenfugen in feuchtigkeitsempfindliche Untergründe wie Gipskartonplatte (imprägniert) einsickert. Eine wichtige Funktion, da es ohne diese Barriere unweigerlich zu schweren Bauschäden, Schimmelbildung hinter den Fliesen und einer Schwächung der gesamten Ständerwerkkonstruktion käme. Die Flüssigdichtfolie bleibt typischerweise auch nach der Aushärtung extrem flexibel, wodurch sie minimale Baubewegungen oder Dehnungen rissüberbrückend ausgleichen kann. Für eine fachgerechte Ausführung wird dieses Element zumeist in zwei kontrastierenden Schichten aufgetragen, um Fehlstellen optisch sofort auszuschließen.

In Kombination mit speziellen Dichtbändern für Ecken und Rohrdurchführungen garantiert sie zudem eine absolut wasserdichte Wohlfühloase, die den strengen DIN-Vorgaben für Innenraumabdichtungen entspricht und die dahinterliegende Bausubstanz über Jahrzehnte hinweg trocken, stabil und vollkommen intakt hält.