Gefälleestrich

Bei einem Gefälleestrich handelt es sich um einen spezialisierten Zement- oder Anhydritestrich, der im Gegensatz zum konventionellen, vollkommen waagerechten Boden mit einer exakt definierten, kontinuierlichen Neigung eingebaut wird. Diese Methode kommt primär im Badezimmerbau zum Einsatz, vor allem bei der Umsetzung von modernen, barrierefreien und bodengleichen Duschanlagen.

Das Gefälle wird dabei so eingezogen, dass es gleichmäßig von den Rändern des Duschbereichs hin zum zentralen Bodenablauf oder zur wandbündigen Duschrinne abfällt. In diesem Kontext erfordert die Bauphysik ein Mindestgefälle von 1,5 bis 2 Prozent vor, was sicherstellen soll, dass das anfallende Duschwasser auch bei hohen Durchflussmengen moderner Regenduschen zielsicher und schnell abfließen kann, ohne die restlichen Fliesenbereiche des Badezimmers zu überschwemmen.

Der Einbau erfordert jedoch durchaus ein gewisses handwerkliches Geschick, da der Estrich vollkommen eben abgezogen werden muss, um spätere Pfützenbildungen zu vermeiden. Beim Ausbau eines Dachgeschosses muss die Höhe des Gefälleestrichs exakt auf die bestehende Balkenlage ausgerichtet werden, um einen schwellenlosen Übergang zum restlichen Badezimmerboden zu gewährleisten, was maximalen Komfort und eine optisch fließende Raumwirkung garantiert.