Dampfsperre

Eine Dampfsperre ist ein im Innenausbau gerne verwendetes Element, das im Gegensatz zur regulierenden Dampfbremsfolie eine absolute physikalische Barriere gegen Wasserdampf darstellt. Die Dampfsperre verfügt über einen extrem hohen Diffusionswiderstand (Sd-Wert von weit über 1500 Metern) und besteht üblicherweise aus speziellen, aluminiumbeschichteten Kunststofffolien. Aufgabe dieser Komponente die Vermeidung des Durchlasses von Feuchtigkeit aus den Innenräumen in die angrenzende Baukonstruktion.

Eine Dampfsperre kommt indes normalerweise nur in bauphysikalischen Ausnahmefällen oder extrem feuchtigkeitsbelasteten Spezialräumen wie gewerblichen Großküchen, Hallenbädern oder Saunen zum Einsatz. Im normalen Wohnungsbau oder beim Ausbau von Dachgeschossen wird sie hingegen heute kaum noch verwendet, da sie zwar die Feuchtigkeit verlässlich abhält, allerdings gleichzeitig auch jegliche Trocknung der Konstruktion nach innen verhindert.

Sollte durch eine minimale Beschädigung bei der Montage dennoch Feuchtigkeit in die Dämmung gelangen, kann diese nicht mehr entweichen, was oftmals Schäden am Holz nach sich zieht. Im modernen, diffusionsoffenen Dachausbau bevorzugen Fachbetriebe daher heute fast ausschließlich variable Dampfbremsen, die flexibel auf Feuchtigkeitsschwankungen reagieren und ein sichereres Bauteilverhalten garantieren.