Brandschutzbekleidung

Die Brandschutzbekleidung umfasst im Grunde alle baulichen Maßnahmen im Innenausbau, bei denen tragende oder raumabschließende Bauteile mit speziellen, feuerhemmenden Materialien verkleidet werden. Dabei besteht das Ziel darin, die Ausbreitung von Feuer und Rauch im Ernstfall effektiv zu verhindern und die Stabilität des Gebäudes über einen gesetzlich definierten Zeitraum abzusichern.

Beim Ausbau eines Dachgeschosses stellt die Brandschutzbekleidung indes einen zentralen Aspekt im Genehmigungsverfahren dar, da sich Brände in den oberen Etagen zu einer besonderen Gefahr für die Bewohner ausweiten können. Typischerweise werden freiliegende Holzsparren, hölzerne Balkenlagen oder tragende Stahlstützen mit speziellen Feuerschutz-Gipskartonplatten (DF-Platten) lückenlos verkleidet – diese Platten enthalten im Gipskern eine zusätzliche Glasfaserarmierung, die im Brandfall das Gefüge stabilisiert, selbst wenn das Kristallwasser im Gips bereits verdampft ist.

Je nach Anforderung der Landesbauordnung müssen Konstruktionen unterm Dach die Brandschutzklassen F30 (feuerhemmend) oder F90 (hochfeuerhemmend) erfüllen, was bedeutet, dass das Bauteil einem Feuer mindestens 30 oder 90 Minuten lang standhalten muss, ohne seine statische Funktion zu verlieren, was wertvolle Zeit für die Rettung von Menschenleben im Gebäude sichert.