Innenausbau im Altbau: Planungsschritte und die richtige Reihenfolge

Der Charme eines Altbaus erfreut sich wegen der charakteristischen hohen Decken, historischen Fassaden und dem insgesamt unverwechselbaren Charakter noch immer großer Beliebtheit. Wer allerdings bei einem Altbau eine Kernsanierung anstrebt, findet hinter den altehrwürdigen Mauern oftmals allerhand Herausforderungen, die nur im Rahmen einer strukturierten Herangehensweise bewältigt werden können.

Um das Projekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen, müssen die einzelnen Phasen daher präzise aufeinander abgestimmt werden, da nur so Zeit gespart, das Budget geschont und teure Fehlplanungen vermieden werden können.

Eine sorgfältige Bestandsaufnahme bildet das Fundament für den Innenausbau

Noch bevor die ersten Handwerker die Baustelle betreten, muss der Ist-Zustand des Gebäudes lückenlos dokumentiert werden. So lauern insbesondere in älteren Gebäuden häufig beispielsweise hinter Wandverkleidungen oder unter alten Dielen unliebsame Überraschungen wie feuchtes Mauerwerk, morsche Holzbalken oder veraltete Rohrsysteme.

Daher ist als erster Schritt ein qualifizierter Blick auf die Bausubstanz essentiell, um frühzeitig statische Grenzen und energetische Potenziale ermitteln und auf dieser soliden Basis einen detaillierten Ablaufplan erstellen zu können. In dieser Frühphase des Projektes entscheidet sich beispielsweise auch, welche Materialien eingesetzt werden, wobei in diesem Kontext der heutige Innenausbau typischerweise auf eine Kombination aus traditionellen Handwerkstechniken und innovativen Baustoffen setzt, um den historischen Charakter zu wahren und gleichzeitig modernen Wohnkomfort zu garantieren.

Welche Rolle spielt ein professionelles Unternehmen für Innenausbau bei der Altbausanierung?

Grundsätzlich gilt die Koordination der einzelnen Gewerke als der vielleicht neuralgischste aller Faktoren im Rahmen derartiger Maßnahmen. Aus diesem Grund möchten viele Bauherren lieber nichts dem Zufall überlassen und engagieren eine renommierte Firma für Innenausbau, um das gesamte Projekt mit den geringstmöglichen Reibungsverlusten über die Bühne zu bringen.

Prinzipiell gilt es jedoch, nach den Rohbau- und eventuellen Abrissarbeiten, die Phase der Rohinstallation folgen zu lassen. In diesem Stadium verlegen beispielsweise Elektriker und Sanitärinstallateure Leitungen, Kabel und Rohre in den Rohwänden und in den Böden. Erst wenn diese „tragenden Säulen“ im Gesamtkonzept gesetzt sind, kann die Wand- und Deckengestaltung ins Spiel kommen, wobei im Rahmen des Innenausbaus der Trockenbau üblicherweise eine wesentliche Rolle spielt.

Mit Hilfe von Trockenbauwänden bzw. der Installation von robusten Gipsplatten lassen sich Räume im Altbau flexibel neu aufteilen, ohne zusätzliche Feuchtigkeit in das alte Mauerwerk einzubringen – eine Methode, die den gesamten Hausbau innen in erheblichem Maße beschleunigt, da lange Trocknungszeiten, wie sie beispielsweise bei nassem Putz anfallen, komplett entfallen. Darüber hinaus bietet der moderne Innenausbau in Trockenbauweise durchaus auch hervorragende Möglichkeiten, um zeitgemäßen Schall- und Wärmeschutz unsichtbar und platzsparend in die historischen Räume zu integrieren.

Ein strukturierter Zeitplan für den Innenausbau sichert den reibungslosen Projekterfolg

Um maximale Effizienz auf der Baustelle zu gewährleisten und alle Arbeiten möglichst effizient aufeinander abzustimmen, haben wir in der folgenden Tabelle für Sie die korrekte und in der Praxis bewährte Reihenfolge der Bauphasen beim Innenausbau im Rahmen einer Kernsanierung aufgelistet:

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

Wie lassen sich Kosten und Bauzeit beim Innenausbau im Altbau effektiv optimieren?

Eine der häufigsten Unklarheiten im Kontext eines Innenausbaus bei Altbauten betrifft die lückenlose Budgetkontrolle. Dabei ist dieser Punkt insbesondere im Rahmen von Altbau-Projekten von elementarer Bedeutung, da die Ausgaben ohne disziplinierte und vorausschauende Planung schnell aus dem Ruder laufen können. Hier liegt der Schlüssel zumeist vor allem in einer adäquaten Materiallogistik und der nahtlosen Taktung der Handwerker. Nur wenn die Baustoffe für den Innenausbau exakt zum benötigten Zeitpunkt geliefert werden, können Sie sicherstellen, dass keine wichtigen Verkehrswege im Gebäude blockiert und alle Materialien so gelagert werden können, dass sie keiner unnötigen Feuchtigkeit ausgesetzt sind.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, handwerkliche Synergien konsequent zu nutzen, um maximale Effektivität zu erreichen. Wenn beispielsweise ohnehin Wände für den Innenausbau geöffnet oder komplett neu gestellt werden, bietet es sich an, auch gleich die gesamte Elektrik und Dämmung bei Bedarf zu checken und ggf. aufzurüsten. Im Allgemeinen sollten Sie auch hier im Zweifel auf Fachbetriebe vertrauen, die alle Leistungen koordiniert aus einer Hand anbieten, um Reibungsverluste und Abstimmungsfehler zwischen den einzelnen Gewerken von vornherein zu minimieren.

Fazit

Wer sich zum Ziel setzt, die Modernisierung eines Altbaus in Angriff zu nehmen, sieht sich einem gleichermaßen anspruchsvollen wie gestalterisch überaus lohnenden Projekt gegenüber. Mit einer durchdachten Planung, der strikten Einhaltung der Gewerke-Reihenfolge und den richtigen Experten an Ihrer Seite verwandeln Sie Ihre historische Substanz in ein modernes, energieeffizientes und behagliches Zuhause. Vermeiden Sie Kompromisse bei der Strukturierung und setzen Sie auf fachgerechte Ausführung – Ihr Altbau wird es Ihnen über Jahrzehnte hinweg mit einem unschlagbaren Wohnwert danken.

GewerkeTätigkeitenDauer (Richtwert)
TrockenbauWände stellen, Decken abhängen, Spachteln1 – 3 Wochen
ElektroinstallationKabel verlegen, Schlitze klopfen, Dosen setzen1 – 2 Wochen
Heizung & SanitärRohre verlegen, Fußbodenheizung, Anschlüsse1 – 2 Wochen
InnenputzWände verputzen, Glätten1 Woche (+ Trocknung)
EstrichBoden ausgießen, Dämmung3 – 5 Tage (+ Wochen Trocknung)
FliesenlegerBad und Küche fliesen, Abdichtung1 – 2 Wochen